Mittwoch, 28. Oktober 2009

Alles kommt wieder – III


Es ist jetzt fast auf den Tag genau 1 Jahr her, dass die Zeilen von Teil I und II entstanden. Von der Aufbruchstimmung von damals ist wenig geblieben.

Die Gedanken und Ziele aus diesen Tagen sind teilweise verschwommen und verloren gegangen. Neue kamen und gingen wieder. In manchen Punkten folgte eine 180-Grad-Wendung.

Es gab ein ständiges Auf und Ab, aber ich bin zumindest nicht stehen geblieben.
Die Wohnung sieht jetzt völlig anders aus. Nichts erinnert mehr an die große Liebe von einst. Viel zu lang hat es gedauert. Alles - auch Dinge, die ich nie weggeben wollte, habe ich ausgetauscht - ersetzt durch andere, neue, schönere. Es fühlt sich gut an. Ich bin nicht umgezogen, aber trotzdem ist alles anders - eben neu.

Man erkennt die weibliche Hand, die die Wohnung mit eingerichtet hat. Meine Wohnung und doch auch irgendwie „unsere“. Oder doch nicht? Warum muss das eigentlich so kompliziert sein?

2 Wochen Urlaub zusammen und nicht ein einziger Streit! Langweilig? Oder super toll?
Es kommt auf die Sichtweise an. Und trotzdem fehlt etwas.

Aber jetzt hinwerfen und neu zu suchen beginnen, bringt das die Lösung? Oder auch wieder nur etwas „nicht perfektes“?

Schwierig zu beantworten. Und was ist denn schon „perfekt“?

Wahrscheinlich denke ich zuviel darüber nach und sollte es einfach genießen, wie es ist?!?

Freitag, 16. Oktober 2009

Alles kommt wieder – II


Damals reifte am Strand von Bensersiel die Entscheidung für das Leben und für alle damit verbundenen Höhen und Tiefen.
Das Rauschen der Wellen und die selbst gewählte Einsamkeit gaben mir damals die Kraft, nach vorn zu schauen und aufzustehen.

10 Jahre danach stand ich auf einer Brücke des Nord-Ostsee-Kanals. Der letzte Schritt wäre ein Leichtes gewesen.
Aber ich habe mich bewusst dagegen und damit für das Leben entschieden.
In den Stunden danach fuhren meine Gedanken und Gefühle Achterbahn, bis ich sie am Strand von Haffkrug neu zu ordnen vermochte und bereit war, loszulassen.

„Fehler und Misserfolge sind dazu da, daraus zu lernen und zu wachsen und nicht, um daran kaputt zu gehen.“

entstanden im Oktober 2008

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Ein bisschen Musik - VI


Queen - Bohemian Rhapsody

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Alles kommt wieder – I


Der Urlaub vor 10 Jahren markierte einen Wendepunkt.

Er ließ mich aus dem Tal der Tränen auferstehen, um langsam aber sicher, Stück für Stück, mein Leben in geordnete Bahnen zu lenken.

Es folgten der erfolgreiche Abschluss des Studiums, ein sicherer Job und die große Liebe.
Das Erreichen des Lebenstraumes war zum Greifen nah und sollte letztendlich doch nicht gelingen.
Der Job ist geblieben, aber die Liebe überstand die Demütigungen und Schmerzen nicht auf Dauer…

10 Jahre danach ist es wieder ein Urlaub, der Veränderung bedeuten kann, soll und hoffentlich wird.

Wie damals stehe ich hier und jetzt vor dem Scherbenhaufen meines Lebens.

Der Lebenstraum ist geblieben, er scheint aber unerreichbarer denn je.
Noch immer wohne ich da, wo ich nie bleiben wollte.
Die Arbeit ist ziemlich sicher, macht aber selten Spaß.

Ich möchte so gern eigene Kinder, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich von diesem Ziel weiter entfernt bin, als in den letzten Jahren.
Für eine Familie fehlt zudem die richtige Frau.
Und ein Haus macht ohne Familie keinen Sinn…

entstanden im Oktober 2008

Freitag, 9. Oktober 2009

Leise Rückkehr – leiser Abschied


Tage-, wochenlang hatten sie nichts voneinander gehört. Waren es sogar Monate gewesen?

Die Zeit ist einfach schnelllebig. Zeiträume verschwimmen, wenn Geschehenes nicht mit einem bestimmten Ereignis verknüpft werden kann - mit einem Fixpunkt im Leben, den man nicht vergisst.

Wie lange war es ruhig gewesen? Er konnte es nicht sagen.

Nun also wollte er diesen Schritt wagen:
Ganz leise noch einmal zurückkehren und ein Lebenszeichen von sich geben.
Sie wissen lassen, wie es ihm ging und wie er fühlte.
Sie wissen lassen, dass die Welt sich weitergedreht hatte.
Sie wissen lassen, dass sich so manches verändert hatte.

Er würde ihr nicht sagen, dass dies das letzte Mal sei, dass er in ihr Leben zurückkehrt.

Er würde einfach gehen und ganz leise für immer Abschied nehmen…

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Was wäre wenn


Gestern Abend, als ich joggen war, dachte ich darüber nach, wie es wohl wäre, wenn es damals zwischen uns gefunkt hätte.

• Wären wir heute glücklich miteinander?
• Hätten wir gemeinsam Kinder?
• Wären wir verheiratet oder längst wieder getrennt?
• Oder würde es uns genauso gehen, wie es uns eben jetzt geht?

Ich weiß es nicht, will es vielleicht auch gar nicht wirklich wissen.
Was würde dieses Wissen denn auch ändern?

Was wäre, wenn ich wüsste, das morgen mein letzter Tag auf Erden sein wird oder dass morgen die große Liebe in mein Leben tritt?

Würde ich dann nicht mit aller Macht versuchen, dieses Schicksal zu beeinflussen?

Aber ist es nicht eben Schicksal, weil ich es nicht beeinflussen kann?

Ist alles vorbestimmt im Leben oder Zufall?

Was wäre, wenn ich darauf eine Antwort bekäme...

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Eine der unumstößlichen Tatsachen im Leben


Männer und Frauen verzweifeln unterschiedlich.

Während Männer, wenn sie denn verzweifelt sind, es mühelos schaffen, in ein tiefes Jammertal zu fallen, aus dem sie nur schwer wieder herausfinden, ist eine Frau, die verzweifelt, in Gedanken bereits mit der Lösungsfindung beschäftigt.

Das mag einer der Gründe dafür sein, warum sich mehr Männer als Frauen umbringen.

Dienstag, 30. Juni 2009

So was wie eine Halbjahresbilanz


Schon wieder ist ein halbes Jahr um. Vieles hat sich verändert.

Entscheidungen wurden getroffen. Manche aber auch verschoben. Andere revidiert.

Einige waren sicherlich falsch. Viele aber auch richtig.

Die Zeit vergeht. Manchmal sinnvoll genutzt. Manchmal (und leider viel zu oft) sinnlos vergeudet.

Es ist, wie es ist.

Den Tiefpunkt Anfang Mai habe ich weit hinter mir zurückgelassen. Auch wenn ich noch oft daran denke.

Es tat weh und fast hätte ich aufgegeben, aber es hat mich auch nach vorn gebracht. Irgendwie ein Widerspruch. Egal.

Ich habe Dinge und Menschen zurückgelassen und mich für Neues geöffnet.

Ich bin auf einem guten Weg, denke ich.

Montag, 22. Juni 2009

Sei meine Muse


Ich kann es nicht glauben.
Ich kann nicht glauben, dass ich es getan habe.
Ich kann nicht glauben, dass ich diesen einen Satz geschrieben habe.


Sei meine Muse.

Nichts davor und nichts danach.

3 Worte, die alles beschreiben, was ich mir wünsche:

Dieses hingebungsvolle „Für mich da sein“
Dieses „Ohne Worte Verstehen“
Dieses „Probleme erkennen und beheben“, bevor ich sie überhaupt wahrnehme.
Dieses Gefühl des unbedingten Vertrauens.

Sei meine Muse.

Nein! Du wirst, Du kannst diesen Anspruch nie erfüllen.

Du bist zwar real, aber mit ziemlicher Sicherheit werde ich Dich nie im Arm halten können.

Du bist zwar real, aber für mich werden wohl immer nur Deine Worte ausreichen müssen.

Du bist zwar real, aber mehr als eine Phantasie wirst Du für mich nie sein.

Du bist ein aus Worten entstandener Goldschatz. Etwas unvergleichlich Wertvolles, was ich gefunden habe.

Du bist Poesie.


Du bist das erste Schneeglöckchen im Frühling.
Du bist das Rauschen im sommerlichen Blätterwald.
Du bist das bunte Farbenspiel des Herbstes.
Du bist das Glitzern des Schnees im Winter.

Du bist das Spiegelbild meiner unerfüllten Träume.

Sei meine Muse.

Und wenn es nicht anders geht, nur dieses eine Mal…

Freitag, 19. Juni 2009

Randnotizen


- ein verlängertes Wochenende - 2 Tage wandern in der Sächsischen Schweiz, danach Schloss Pillnitz und die Frauenkirche - ein Traum, der nie hätte enden dürfen

- nach einem Tag Arbeit schon wieder die Schn*** voll - das baute nicht grad auf

- Küche kaufen kann ganz schön anstrengend sein, aber nun ist es geschafft

- ruf sie doch einfach noch mal an, mehr als „Nein“ sagen kann sie nicht

- wenn es Gottes Plan ist, dass wir zusammenkommen, wird es geschehen - so oder so